Orbons gibt GKO-Vorsitz ab

Gehrden. Das Gehrdener Kammerorchester (GKO) konnte bedingt durch die Corona-Pandemie nicht so präsent sein, wie es sich sein interessiertes Publikum erhofft hatte. Allerdings wurde die Probenarbeit weitergeführt, sodass Ende Juni ein Benefizkonzert für die Ukraine in der Hildesheimer Zwölf-Apostel-Kirche stattfand. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung stellte der langjährige Vorsitzende und Konzertmeister, Henri Orbons, sein Amt zur Verfügung; seine Nachfolge tritt Elisabeth Lohmeyer an. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Mirko Nowotny, der Marianne Jubel ablöst, gewählt.

Das GKO wird nun seine Proben intensivieren, um möglichst bald wieder Konzerte geben zu können. Da das Dirigat neu besetzt wird, soll zunächst im kleineren Rahmen unter Lohmeyers Leitung musiziert werden, um das Repertoire mit neuen Stücken zu erweitern und zu festigen. Das Orchester freut sich auch über neue Mitglieder, insbesondere Violinisten und Kontrabassisten. Informationen gibt es auf der GKO-Homepage unter www.gehrdener-kammerorchester.de/orchester. dw

Quellenangabe: Gehrden/Ronnenberg vom 24.08.2022, Seite 1

 

Benefizkonzert des Gehrdener Kammerorchesters in der “Zwölf Apostel Kirche“ Hildesheim

Vor einem fachkundigen Publikum fand am Sonntag, 26. Juni 2022 ein außergewöhnliches Konzert in
der Zwölf-Apostel-Kirche in Hildesheim zugunsten der Ukrainehilfe statt.
Ellen Maria Kienhorst führte zu Beginn die Zuhörer einfühlsam in die Thematik des Konzertes, Leiden
der Menschen in Kriegszeiten, ein.
Dem Gedicht „Völker der Erde“ von Nelly Sachs, rezitiert von Surya Timmer, das den Missbrauch der
Sprache beklagt, folgte, dem Anlass angemessen, nämlich den Opfern des Ukrainekrieges zu
gedenken, das „Da Pacem Domine“ von Arvo Pärt, eine Musik, die ein Gebet um den Frieden in der
Welt ist. Das Orchester unter der Leitung der Cellistin Ellen Maria Kienhorst gestaltete das Stück
sensibel, fast meditativ.
Der Lesung „Abel steh auf“ von Hilde Domin folgte Bachs „Kunst der Fuge: Kontrapunktus1“ sowie
die Partita Nr.2.d-moll für Violine solo. Der Solist Boris Alexander Schmitz spielte mit Hingabe und
Ausdrucksstärke dieses herausragende Werk von Johann Sebastian Bach. Beeindruckend war das
virtuose Spiel des Künstlers, das die Zuhörer in seinen Bann zog.
Mit dem „Psalom“ von Arvo Pärt und der „Ukrainischen Nationalhymne“ endet das Konzert, das sich
durch einen hohen Anspruch an das Programm – nämlich die besondere Auswahl der Texte und der
Musikstücke - auszeichnete.
Hier gebührt ein besonderer Dank Ellen Maria Kienhorst, die den Geist der Texte sowie die Musik zu
verbinden verstand. Mit ruhiger Hand leitete sie vom Platz der Celli durch die Stücke. Der Anspruch
ein Konzert zu geben, das über das Mittelmaß hinausgeht, ist allen Beteiligten hervorragend
gelungen.
Die Begeisterung des Publikums zeigte sich in den Spendeneinnahmen, die einen vierstelligen Betrag
erzielten.

Gabriele Neumann
- Schriftwartin -

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