So berichtet die Presse




  

  

  

  

  

  

  

 

 

Hallo-Anzeiger Gehrden/Ronnenberg, 24.06.2015

Große Gefühle in Gehrden: Musiker begrüßen den Sommer

Kammerorchester und Stadtkantorei geben exquisite Konzerte

VON HEIDI RABENHORST, GEHRDEN.   Zwei außergewöhnliche Kulturereignisse haben das Publikum in der Burgbergstadt am Sonnabend begeistert. Mit strahlend-wuchtigen Klängen begrüßte das Gehrdener Kammerorchester am Sonnabendabend zusammen mit „accento" aus Hannover den Sommer. Mehr als 150 Zuhörer erlebten in der Aula des Matthias-Claudius-Gymnasiums romantische Werke mit großen Gefühlen für großes Orchester. Das Publikum erlebte „großes Kino", als am Anfang der bekannte, markige Marsch aus Georges Bizets ,,L' Arlesienne Suite" in voller Lautstärke in einer Tonhöhe gespielt wurde, um dann plötzlich, wie hingehaucht einem sinnlichen Saxophonsolo und sanften Flöten- und Harfenklängen Platz zu machen. Damals war es Theatermusik, die Bizet komponierte, heute wäre es Filmmusik gewesen. Unter der gekonnten Stabführung von Raphaela Junge-Martens gestalteten die Laienorchester die bildhafte Musik zu lebendigen und plastischen Hörbildern. Nach dem explosionsartigen Paukensolo folgte das 1. Klavierkonzert des jungen Johannes Brahms. Es war wirklich bewundernswert, wie die Orchester und der Solist Bernardo Martinez diesen Kraftakt „stemmten".  25 Minuten dauerte allein der erste Satz, der besonders von der ausgleichenden Ruhe seiner lyrischen Seitenthemen lebte, die Bernardo Martinez souverän zum Singen und Klingen brachte. Unvergessen auch die verhaltene Trauer des langsamen Satzes und das quirlig-trillernde Rondo zum Schluss. Für den nicht enden wollenden Applaus bedankte sich der Pianist und Leiter des Gehrdener Kammerorchesters mit „Au clair de la lune" von Debussy als „Gute-Nacht-Lied" mit zarten, harfenartigen Klavierklängen. (…….)

 

 

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Calenberger Zeitung, 13.01.2015

Orchester machen gemeinsame Sache

VON HEIDI RABENHORST, GEHRDEN.   Die im vergangenen Jahr begonnene Kooperation zwischen dem Gehrdener Kammer­orchester (GKO) und dem Streich­orchester „alla corda“ der Calenberger Musikschule wird mit einem gemeinsamen Winterkonzert fortgesetzt. Zu hören ist es am Sonnabend, 21. Februar, ab 18 Uhr in der Festhalle Am Castrum. Zum zweiten Mal werden die beiden Orchester ein etwa einstündiges Konzert in Gehrden geben. Insgesamt rund 70 Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Alter von acht bis 80 Jahren werden an der Neuauflage teilnehmen. Auf dem Programm stehen die „Kindersymphonie“ von Joseph Haydn und Ausschnitte aus der Filmmusik von „Fluch der Karibik“ sowie „Peter und der Wolf“ von Serge Prokofjew. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Bernardo Martinez (GKO) und Gabriele Schleinschock (Streichorchester „alla corda“). Als Sprecher für das Märchen „Peter und der Wolf“ fungiert Norbert Heidgen. Bereits am Freitag, 20. Februar, gibt es eine öffentliche Generalprobe. Um 9.45 und 11.15 Uhr spielen in der Festhalle jeweils 230 Schüler. Die Veranstaltungen dauern etwa 45 Minuten. „Wir haben alle Grundschüler der dritten und vierten Klassen in unserem Einzugsbereich dazu eingeladen“, sagt der Leiter der Calenberger Musikschule, Alfons Schleinschock. Lehrkräfte und Schulklassen können sich noch bis Donnerstag, 22. Januar, per Mail an schleinschock@calenberger-musikschule.de zum Zuschauen anmelden. Eile ist geboten: „Bei entsprechender Nachfrage kann es sein, dass nicht alle Klassen teilnehmen können, weil es nur etwa 460 Plätze für die beiden Aufführungen gibt“, betont Schleinschock. Und wer als Streicher Lust und Interesse hat, regelmäßig im Gehrdener Kammerorchester mitzuspielen, ist zu den Proben eingeladen. Geübt wird jeweils mittwochs ab 20 Uhr im Bürgersaal des Rathauses.

Informationen gibt es auch im Internet unter  www.gehrdener-kammerorchester.de  bzw. unter  www.calenberger-musikschule.de.

 

Calenberger Zeitung, 22.07.2014

Kammerorchester serviert leichte italienische Kost

VON HEIDI RABENHORST, WENNIGSEN.   Die 120 Zuhörer, die am Sonntag die nachmittägliche Schwüle gegen die angenehme Kühle der Wennigser Klosterkirche getauscht hatten, erlebten ein Konzert des Gehrdener Kammerorchesters, das gut passte. Die Kürze des Gesamtprogramms von einer knappen Stunde entspreche der kurzen Sommerkleidung des Publikums, stellte der Dirigent Bernardo Martinez in seiner Begrüßung treffend fest. Mit fröhlichen Klängen machte die „1. Sinfonie“ des wenig bekannten Engländers William Boys den Anfang, für den die italienische Barockmusik genauso Vorbild war wie das folgende Orgelkonzert von Georg-Friedrich Händel. Die Besetzung mit dem kleinen portablen Orgelpositiv stellte sich als Glücksgriff heraus. So ausgewogen hört man das berühmte Konzert selten. Zumal wenn es so souverän und leichtfüßig wie von dem hannoverschen Organisten Nico Miller gespielt wird. Die Tänze wurden mit viel Gefühl und Pathos vorgetragen. Als zusätzliche „Olive“, so der Dirigent, folgte die „Air“ aus der Suite D-Dur von Johann Sebastian Bach. Im abschließenden Vivaldi-Konzert brillierten die Orchestermitglieder Reinhardt Münstermann (Oboe) und Henri Orbons (Violine).

 

Calenberger Zeitung, 15.01.2014

Orchester erfüllt sich Traum

„Die Unvollendete“ bei Winterkonzert

von Heidi Rabenhorst, GEHRDEN.   Das Gehrdener Kammerorchester unter der Leitung von Bernardo Martinez hat sich einen lang gehegten Traum erfüllt: „Die Unvollendete“ von Franz Schubert kommt am Sonntag, 26. Januar, ab 18 Uhr in der Margarethenkirche zur Aufführung.  „15 Bläser und eine Pauke mussten hinzugewonnen werden, um die berühmteste Sinfonie von Schubert spielen zu können“, sagt Orchestermitglied Volker Grimsehl. Zum Programm gesellen sich noch weitere romantische Werke: ein besonders wirkungsvolles Orgelkonzert von Josef Gabriel Rheinberger, das der Kreiskantor Christian Windhorst spielt, und zwei gefühlvolle elegische Melodien von Edvard Grieg. Den Anfang macht eine Uraufführung:  die Ouvertüre „Siehet ein großes Licht“, die Volker Grimsehl eigens für dieses Konzert geschrieben hat, eine Bearbeitung einer Chormotette des spätromantischen Komponisten von Heinrich von Herzogenberg.  „Ich wollte die vielen Bläser zusammen mit unserem Streichorchester für dieses Konzert nutzen und den ursprünglich vierstimmigen Chorsatz zu einem großen, feierlichen und zuletzt strahlenden Gesamtklang steigern“, sagt der Gehrdener Komponist.  Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Calenberger Zeitung, 25.09.2013

Neuer Hort erhält Geld für Spielgeräte

HOLTENSEN (lis).   Die Musiker des Gehrdener Kammerorchesters machen es möglich, dass die Hortkinder neue Spielgeräte erhalten. Die Orchestervorsitzende Angelika Tuschinsky überreichte Hortleiterin Inga Behre gestern 1.027 Euro. Davon sollen Spielgeräte für das Außengelände des neuen Hortes gekauft werden, den die Gemeinde Wennigsen im ehemaligen Volksbankgebäude an der Querstraße einrichtet. Die Konzerte, bei denen das Publikum freiwillig Geld spendet, finanziert seit 2002 das Energieunternehmen Eon-Avacon. Der Hort öffnet nach den Herbstferien am Dienstag, 22. Oktober. Das Außengelände mit den neuen Spielgeräten können auch die Jungen und Mädchen des Holtenser Kindergartens benutzen. Der neue Hort ist eine Erweiterung der Betreuungseinrichtung in Bredenbeck und bietet Plätze für 20 Erst- bis Viertklässler. „Insgesamt können wir dann in Bredenbeck und Holtensen 40 Kinder aufnehmen“, sagte Behre.

 

Calenberger Zeitung, 19.02.2013

Das Konzert verbindet Generationen

Gehrdener Kammerorchester und Streichorchester alla corda treten gemeinsam auf

Gelungene Premiere in der voll besetzten Margarethenkirche:  Das Gehrdener Kammerorchester musiziert mit dem Streichorchester alla corda der Calenberger Musikschule.

 

von Heidi Rabenhorst, GEHRDEN.   Strahlend und kräftig hallten am Sonntagabend die Klänge von 50 Streichern im Alter von acht bis 80 Jahren in den alten Mauern der voll besetzten Margarethenkirche in Gehrden wider. Mehrere Generationen – Kinder, Jugendliche, Eltern und sogar Großeltern – hatten sich zu einem gemeinsamen Klangensemble vereint. Das Gehrdener Kammerorchester unter der Stabführung von Bernardo Martinez und das Streichorchester alla corda der Calenberger Musikschule unter der Leitung von Gabriele Schleinschock musizierten anlässlich des Winterkonzertes erstmals zusammen. Gleich am Anfang kam im „Fiddle-Fest“ von James E. Clemens die Stimmung eines Volksfestes irgendwo in New England auf. Es wurde gestampft, geklatscht und munter drauflos gestrichen. Ähnlich typisch britische Melodien erklangen anschließend auch in der „Simple Symphony” anlässlich des 100. Geburtstages des Komponisten Benjamin Britten. Nach einem spritzig gezupften Satz ertönte die getragene, elegische Melodie einer Sarabande. Selten hat man das Gehrdener Kammerorchester wohl so gefühlvoll gehört. Das spanische Temperament des neuen Leiters färbt nicht nur ab, sondern gibt ihm eine neue emotionale Farbe. Das berühmte Violinkonzert für zwei Solisten von Antonio Vivaldi gab gleich acht jungen Geigern der Calenberger Musikschule Gelegenheit, ihr beachtliches Können unter Beweis zu stellen. Am Schluss erklang die „Große“ g- Moll-Sinfonie, das vorletzte Werk von Wolfgang Amadeus Mozart. Für das gelungene Projekt mit einer großen organisatorischen Leistung aller Beteiligten gab es nach 90 Minuten einen lang anhaltenden Beifall der etwa 300 Besucher.

 

Calenberger Zeitung, 25.06.2012

Gehrdener Kammerorchester feiert seinen Dirigenten

von Heidi Rabenhorst, GEHRDEN.   Der Wunsch des Gehrdener Kammerorchesters, mit seinem Klaviervirtuosen und Dirigenten Konrad Maria Engel gemeinsam ein Konzert zu spielen, geht in Erfüllung. Da der Orchesterchef zwei neue berufliche Aufgaben übernommen hat, werden die Auftritte am Sonnabend und Sonntag, 14. und 15. Juli, auch Abschiedskonzerte. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die beruflichen Veränderungen lassen mir jedoch keine Zeit mehr für die Leitung des Orchesters“, sagte der 33-Jährige. Engel hat eine Gastprofessur an der Musikschule Bremen angenommen und außerdem eine auf zwei Jahre befristete Stelle an der Musikhochschule Hannover bekommen. Sein Lieblingsorchester werde ihm fehlen. „Wir haben uns nicht nur gut verstanden, sondern auch liebgehabt. Unsere Proben und Konzerte haben wir immer mit einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen“, sagte Engel. Ein Nachfolger soll im September bei einem Vorspieldirigat gefunden werden. Im Mittelpunkt der sommerlichen Abschiedskonzerte mit Konrad Maria Engel als Solisten am Klavier und unter der Leitung von Horst Conrad steht das 3. Klavierkonzert von Johann Sebastian Bach. Das weitere Programm reicht von der frühen Klassik bis zur Spätromantik.

Das erste Sommerkonzert am Sonnabend, 14. Juli, beginnt um 19.30 Uhr in der St. Barbara-Kirche in Barsinghausen.

Am Sonntag, 15. Juli, spielt das Kammerorchester ab 17 Uhr im Kloster Wennigsen.

 

 

Pressebericht vom 11.7.2011 über das Konzert am 8.7.2011

Musiker bereiten Publikum Hörvergnügen in St. Barbara

Gastspiel des Gehrdener Orchesters und mit Sopranistin Boreczko

Von Dorothea Welzel

BARSINGHAUSEN. Etwa 50 Zuhörer haben am Freitagabend in der katholischen St.-Barbara-Kirche ein wunderschönes Sommerkonzert des Gehrdener Kammerorchesters gehört. Höhepunkt der Aufführung war das „Salve Regina“ von Franz Schubert mit der jungen Sopranistin Paulina Boreczko. Ihre voluminöse Stimme erfüllte die Kirche. Die Sängerin und das Orchester hatten sehr schön zusammengefunden, sodass selbst die feinen Gesangspartien von sehr zart gespielten Instrumenten getragen wurden. Das Publikum applaudierte herzlich. Boreczko beendet zurzeit ihr Masterstudium Operngesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Organist Ulrich Behler hatte den Gästen ein Hörvergnügen gewünscht. Das ist den Musikern unter der Leitung von Konrad Maria Engel gelungen. Den Zuhörern gefiel es gut. Das sommerlich frische Programm der 25 Instrumentalisten enthielt des Weiteren Werke von Josef Myslivicek, Claude Debussy, Samuel Barber und Joseph Haydn.

Das Kammerorchester, das seit 40 Jahren existiert, spielt jährlich zwei Konzerte: ein Winterkonzert in Gehrden und ein Sommerkonzert in Wennigsen. Letzteres war gestern Nachmittag im Klosterhof. Dank persönlicher Kontakte hatte sich das zusätzliche Konzert in der St.-Barbara-Kirche ergeben. Behler erinnerte daran, dass das Orchester bereits vor 15 Jahren schon einmal an derselben Stelle mit dem Organisten Martin Sander gespielt hatte.

Deister-Leine-Zeitung, 8. 7. 2008

Gediegene Töne in lauschiger Atmosphäre

Klosterhof durchlebt verschiedene Epochen / Schleinschock bietet Abstecher in Opernwelt

WENNIGSEN (enl). Schuhe ausziehen und zurücklehnen: Vor malerischer Kulisse begann Sonntag bei sommerlichen Temperaturen und schönstem Sonnenschein das Sommerkonzert des Gehrdener Kammerorchesters. Zusammen mit Schülern der Freien Musikschule Hannover und Calenberger Musikschule, spielte es das Concertino 2 in G-Dur von C. Riccioti, das - wie heute bekannt ist - ursprünglich vom holländischen Grafen Unico Wilhelm van Wassenaer komponiert wurde. Als Laie traute er sich nicht, unter eigenem Namen zu veröffentlichen, sondern setzte dafür den Namen des ersten Geigers des Ensembles ein, für das er komponierte.

Dirigiert wurde das Orchester von Sabine Lauer, Dozentin an der Freien Musikschule Hannover. Lauer, in Kalifornien geboren, hat nach ihrem Studiengang für Violoncello das Fach Dirigieren angeschlossen, das sie in Detmold zum Abschluss brachte. Beschwingt führte Lauer das Orchester durch Béla Bartóks Rumänische Tänze, die auf wunderbare Weise der konzentrierten Hörerschaft in die Beine gingen.

Für einen Abstecher in die Opernwelt sorgte Bariton Alfred Schleinschock mit seiner Interpretation von Mozarts Papageno in "der Vogelfänger" aus der "Zauberflöte". Die Hochzeit des Figaro war mit "Will der Herr Graf den Tanz mit mir wagen" vertreten. Canzonetta und die Champagner-Arie kommen aus der Oper "Don Giovanni". Schleinschock, Leiter der Calenberger Musikschule, begann nach seinem Studium der Violine und weitreichender Tätigkeit bei der NDR-Radiophilharmonie und als Solist, seine klassische Gesangsausbildung.

Insgesamt erwartete die Zuhörer ein breiter Schnitt durch die verschiedenen Epochen der klassischen Musik. Ob Barock, Klassik, Romantik oder Neue Musik - mit Leidenschaft und Spielfreude vorgetragen, ein gelungener Konzertabend, sind sich die Zuhörer einig. Ein besonderer Dank der Veranstalter galt Eon/Avacon, durch deren Unterstützung auf Eintrittsgelder verzichtet werden konnte.

Seit über 30 Jahren besteht das Gehrdener Kammerorchester, das sich vornehmlich aus erfahrenen Laien zusammensetzt. Jeden Mittwochabend wird im Borgersaal des Gehrdener Rathauses geprobt. Spielfreudige Musiker sind herzlich willkommen. Informationen gibt es auf der Internetseite www.gehrdener-kammerorchester.de

 

Calenberger Zeitung, 8. 7. 2008

Kloster ist Bühne für Orchester

Musikschüler unterstützen Gehrdener Kammerorchester bei Sommerkonzert

Mit einem Auftritt am Kloster Wennigsen haben die Mitglieder des Kammerorchesters Gehrden einen bleibenden Eindruck bei den 250 Besuchern hinterlassen.

WENNIGSEN (Michael Hemme) Umgeben von den Mauern des mehr als 200 Jahre alten Klosters konnten die Besucher am Sonntagabend ein stimmungsvolles Konzert unter freiem Himmel erleben. Unter der Leitung von Sabine Lauer setzten die Musiker des Kammerorchesters mit dem Concertino 2 G-Dur ein erstes Ausrufezeichen. Fünf ausgewählte Schüler der Musikschule Calenberger Land unterstützten die engagierten Laienmusiker beim Konzertauftakt. Das Gehrdener Kammerorchester sucht den Kontakt zu den jungen Nachwuchsmusikern und will diesen noch ausbauen.

Bei den Variationen von Béla Bartóks Rumänischen Tänzen konnten sich die Zuhörer genussvoll zurücklehnen, bevor dann mit Mozarts Papageno ein Schelm die Klostertreppe betrat. "Der Vogelhändler bin ich ja - stets lustig, heißa hopsassa", sang Alfons Schleinschock. Der ausgebildete Sänger (Bariton) und Leiter der Calenberger Musikschule sprang bei der Zauberflöte listig zwischen den Stuhlreihen umher: "Ein Netz für Mädchen möcht' ich, ich fing sie dutzendweis für mich."

Schleinschock und Dirigentin Lauer gaben dem Orchester die nötige Sicherheit für das anspruchsvolle Programm, das mit weiteren Stücken von Mozart, Antonin Dvorak, und Franz Schubert weiterging. Die in Kalifornien geborene Leiterin des Kammerorchesters führte ihre Musiker kraftvoll, aber mit der nötigen Umsicht über die musikalischen Klippen. Der Erlös des von Eon-Avacon gesponserten Konzerts kommt einem sozialen Zweck in Wennigsen zugute.


Deister-Leine-Zeitung, 4. 3. 2008

Einblendungen erläutern Vivaldis Werk

Gehrdener Kammerorchester gibt Konzert

GEHRDEN (ir). Rund 200 Besucher haben am Sonntag in der Margarethenkirche ein Konzert der ganz besonderen Art erlebt. Denn das Gehrdener Kammerorchester hatte gewissermaßen zu einer doppelten Uraufführung eingeladen.

Zwar stand auf dem Programm Vivaldis weltbekanntes klassisches Werk die "Vier Jahreszeiten" - aber erstmalig hatte das 25-köpfige Laienensemble unter der Leitung der Dirigentin Sabine Lauer den Violinisten Ladislaus Kosak als Solisten für den Auftritt gewinnen können. Doch das Gastspiel des Konzertmeisters der NDR-Radiophilharmonie war nicht die einzige Neuerung.

Eine Premiere war auch die visuelle Konzertmoderation, bei der mit Hilfe von Einblendungen Erläuterungen zu den musikalischen Darbietungen gegeben wurden. So konnten die Besucher nicht nur die technisch ausgefeilten Solis von Kosak und die sauber intonierten Vorträge des Orchesters genießen. Sie verfolgten gleichzeitig auch Vivaldis Anmerkungen zu seiner weltberühmten Komposition. Langer Applaus des Publikums und eine Zugabe rundeten das besondere Konzerterlebnis eindrucksvoll ab.

 

 

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 3. 3. 2008

Blätterrauschen und fröhliches Gezwitscher

Gehrdener Kammerorchester gastiert mit Werken von Antonio Vivaldi und Edvard Grieg in St. Nicolai

SARSTEDT (kim) . Mit fröhlichem Vogelgezwitscher beginnt die wohl bekannteste Komposition von Antonio Vivaldi. Der italienische Komponist aus dem 17. Jahrhundert hat es auch dem Gehrdener Kammerorchester angetan. Unter der Leitung von Sabine Lauer intonieren die rund 30 Musiker die "Vier Jahreszeiten" in Sarstedt.

Das Konzert in der St. Nicolai-Kirche beginnt mit einem auf italienisch vorgetragenem Sonett. Vivaldi selbst soll die einleitenden Worte zum Frühling und Sommer verfasst haben. Mit geschlossenen Augen lauschen die Besucher den fremden Klängen. Erst bei der Übersetzung wird vielen klar, um welche Gedanken Vivaldis es geht: "Vögel zwitschern, eine klare Quelle fließt und Blitz und Donner liegen in der Luft, während die Blätter und Pflanzen rauschen."

Ladislaus Kosak ist Solist des Abends. Auf seiner Violine zaubert er atemberaubende Klänge, die hervorstechen. Der aus Rumänien stammende Musiker ist Erster Violinist im "Ensemble Tedesco", doch das Kammerorchester konnte ihn für ihr Konzert gewinnen. Ruhiges Rauschen der Blätter wechselt sich mit dem Vogelgezwitscher ab, welches die Musiker auf ihren Instrumenten nachahmen. Bestehend aus zwei Kontrabassspielern, fünf Violoncelli und zahlreichen Violinen wirkt das Orchester sehr eindrucksvoll. Zur Unterstützung spielt noch ein Pianist und Eve Kubisch intoniert auf dem etwas tiefer klingenden Cembalo die eingehenden Melodien.

Innerhalb der "Vier Jahreszeiten" wechseln sich schnelle, ruhige und "gepresste" Sätze ab. Nach dem Frühling geht es mit Hilfe eines Sonetts in den Sommer über. Die flirrende Hitze ist fast greifbar, einzelne Vogelstimmen sind zu vernehmen. Mit viel Elan dirigiert Sabine Lauer ihr Orchester. Im dritten Satz hört man deutlich das Gewitter aufziehen. Dicke Hagelkörner prallen auf den Boden des Gotteshauses - jedenfalls für diejenigen, die die Augen geschlossen haben.

Im Herbst wandelt sich die Szene etwas. Anstatt Naturgewalten erlebt der Zuhörer ein berauschendes Fest zur guten Ernte. Fröhliche Klänge gehen nach einiger Zeit in eine ruhigere Passage über. Die Gäste sind müde vom Weingenuss. Doch schon bläst das Horn zur Jagd. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt, die der Besucher des Konzertes fast hautnah miterleben kann. Im Winter zittern die Knie und das Eis knackst unter den Füßen der Menschen. Gut, dass man sich vor dem Kamin ausruhen und den züngelnden Flammen lauschen kann. Die Musiker des Kammerorchesters spielen die Instrumente nicht nur mit dem Bogen. So zupfen die Violinisten an den Saiten ihrer Geigen, während Solist Ladislaus Kosak noch einmal alles aus seinem Instrument herausholt.

Beschaulicher geht es bei dem zweiten Stück des Konzertes zu. So spielt das Gehrdener Kammerorchester "Aus Holbergs Zeit" von Edvard Grieg. Der norwegische Komponist wurde stark von der Volksmusik in seinem Land geprägt, doch seine Suite "Aus Holbergs Zeit", welches auf einen dänischen Dichter und Historiker anspielt, wurde für Streichorchester bearbeitet. Die fünf Sätze wechseln sich in ihren Tempi ab, so dass eine bunte Mischung entsteht.


 

Deister-Leine-Zeitung, 12. 7. 2007

Junge Stimmen wetteifern mit dem Orchester

Gehrdener Kammerorchester und Egelner Kammerchor setzen neue Akzente

WENNIGSEN (mi). Für eine riesige Überraschung sorgte das Gehrdener Kammerorchester beim Konzert im Klosterhof. Es begann nicht wie üblich in voller Besetzung, sondern wagte sich erst einmal als Streichorchester an ein schwieriges Werk des Italieners Ottorino Respighi. Erstmals präsentierte sich auch die neue Dirigentin des Kammerorchesters, die aus Kalifornien stammende Sabine Lauer.

Schon nach den Aria di Corte- und Passacaglia-Stücken gab es reichlich Applaus. Danach gab es einen ungewöhnlichen Chor unter Leitung von Dr. Ralf Schubert zu hören - den Egelner Kammerchor Young Voices. Der A-Cappella-Chor, besetzt mit Sängerinnen und Sängern im Alter von 16 bis 30 Jahren zeigte, wie junge Leute zu begeistern sind. Sie sangen russische, ukrainische, tschechische Volkslieder, deutsches Liedgut und spannten einen Bogen bis Kirby Shaw.

Als gar aus der Kiste der "leichten Muse" das Walter Kollo-Stück "Die Männer sind alle Verbrecher" und danach von Brühne/Balz "Ich brech die Herzen der stolzesten Frau'n" ertönten, waren allerorts viele Mitsummer im Klostergarten zu hören. Riesiger Beifall brandete für die jungen Sänger auf. Den Besuchern war spätestens hier klar, warum die Young Voices, erst seit zehn Jahren im Geschäft, so große Erfolge im In- und Ausland feiern.

Danach löste sich der Kammerchor allerdings von seinem reinen A-Cappella-Konzept, stellte sich auf der Treppenempore vor dem Klostereingang auf und sang zu der Instrumentalmusik des Gehrdener Kammerorchesters, angereichert mit zahlreichen Bläsern, Lieder aus der Carmina burana in der Bearbeitung des berühmten Carl Orff, und zwar aus dem Teil "Uff dem Anger" (Auf dem Feld) in der Sprache des Entstehens der Lieder aus dem 12. Jahrhundert. Es war gut, dass im Programmheft die alten Texte ins Hochdeutsche übersetzt waren und so ein wenig Einblick genommen werden konnte ins pralle sinnliche Leben des Mittelalters.

Neben dem imposanten Bild des klösterlichen Nordflügels mit dem großen Ochester davor und den Sängern auf dem Treppenaufgang gab es auch ein ebenso imposantes Klangbild mit der Orchestermusik und dem bis zu sechsstimmig singendem Chor. Und noch ein Gewinn war im Klostergarten zu verzeichnen: Das Konzert wurde gesponsert von dem Energieversorger E.on Avacon. Der Eintritt war frei, doch die Spenden, die die Besucher am Ausgang hinterlegten, kommen der Erweiterung des Wennigser Kinderhortes zugute, wie Bürgermeister Christoph Meineke in seiner Dankesrede verriet.


 

Deister-Leine-Zeitung, 13. 2. 2007

Kammerorchester glänzt mit der neuen Dirigentin

Sabine Lauer leitet erstes Konzert in Gehrden

GEHRDEN (jri). Die Freunde des Gehrdener Kammerorchesters sind zufrieden: Nach dem Ausstieg von Horst Conrad, der das Ensemble 23 Jahre lang leitete, gab Sabine Lauer am Sonnabend in der Margarethenkirche einen überzeugenden Einstieg als Dirigentin. Die 47-Jährige hat das Orchester vor einem halben Jahr übernommen und intensiv für das Winterkonzert am Sonnabend geprobt.

Der neuen musikalischen Leiterin kommt zugute, dass sie als Solo-Cellistin ein besonderes Gespür für die Streicher hat. Das übertrug sich nicht nur auf das gesamte Orchester, sondern auch auf die mehr als 100 begeisterten Zuhörer. Die ausgewählten Werke von Bach und Mozart passten von der Grundstimmung her gut in die Jahreszeit, ehe mit dem Menuett aus Joseph Haydns Sinfonie Nr. 4 D-Dur und einer Mozart-Zugabe heiterere Schlusspunkte gesetzt wurden. Es gab großen Beifall für das Kammerorchester, seine Leiterin und den Wunstorfer Stiftskantor Reinhard Plate, der als Solist an der Flöte mitgewirkt hatte.


Deister-Leine-Zeitung, 4. 6. 2006

Horst Conrad: Ein Dirigent mit viel Herz und Humor

Sabine Angela Lauer übernimmt den Dirigentenstab

Wennigsen (mi). Es passte mal wieder alles am Sonntagabend im großen Rund des gepflegten Gartens im Kloster. Das große schmiedeeiserne Tor war weit geöffnet für alle Besucher des unwiderruflich letzten Konzertes von Horst Conrad.

Der 75-jährige Dirigent des Gehrdener Kammerorchesters gab den Dirigentenstab an seine 46-jährige Nachfolgerin Sabine Angela Lauer ab. Weit geöffnet waren auch die Herzen der 50 Musiker und das von Horst Conrad, der 23 Jahre den Taktstock fest und doch locker in der Hand hielt. Und weit geöffnet waren die Geldbörsen der Besucher, die nach dem Konzert eine Spende gaben, die für die Musik und Theaterförderung an der Sophie Scholl Gesamtschule in Wennigsen gedacht ist.

Weit geöffnet hatte auch der Energieversorger E.on / Avacon den Sponsorentopf, um das Konzert im Klostergarten zu ermöglichen. Die über 200 Besucher erlebten ein Konzert der Extraklasse, das Horst Conrad mit Werken von Haydn, Bach und Schubert zusammengestellt hatte und sowohl die Epochen der Barock- und Klassikzeit als auch die der Übergangsphase mit der Haydn-Sinfonie Nr. 27 G-Dur unterstrich.

Sehr eindrucksvoll die Soli von Gisela Erdt (Violine) und Sabine Ronge (Oboe) über alle drei Sätze des Bachkonzerts d-Moll für Violine, Oboe und Streichorchester, in der die Oboe Töne erzeugen musste, die es auf diesem Instrument gar nicht gab. Doch Horst Conrad verriet den Trick, wie das Orchester es geschafft hatte, diese Töne hervorzuzaubern, denn das Bachwerk gibt es auch nicht in der Urfassung, sondern nur als Übertragungswerk. Dann folgte das dritte Stück - die Sinfonie Nr. 7 h-Moll von Franz Schubert, die wegen der nur zwei enthaltenen Sätze als "Unvollendete" gilt.

"Für mich ist diese Sinfonie vollendet", behauptete der Dirigent vor seinem letzten Dirigentenstabeinsatz, rüstete noch einmal kräftig auf, nahm Pauken und Trompeten und ein zweites Fagott dazu und ließ mit nunmehr 50 engagierten Musikern unter der großen Schatten spendenden Blutbuche den Klostergarten mal erzittern und mal in zarten Tönen durch die Baumwipfel blasen.

Und dann passierte etwas, das so richtig zu Horst Conrad passte und so manchen Besucher zum verständnisvollen Schmunzeln brachte. Die Vögel in den Klostergartenbäumen hatten die Unvollenete" erkannt und zwitscherten mit. Sie schienen sogar den Takt einzuhalten, den Conrad vorgab, verstummten allerdings immer, wenn ein kräftiger Paukenschlag ertönte.

Dann aber gurrten verärgert die Tauben auf dem Klosterdach. Der Höhepunkt war kurz vor Schluss des zweiten Satzes, beim Andante con moto zu hören, als ein Baby sich meldete und im Konzert mitmischen wollte. Conrad dirigierte die leisen Streichertöne bei sich neigender Abendsonne hinter der großen Buche und das Baby versank wieder in friedlichem Schlaf.

Nach Ende des Konzerts hörte man Horst Conrad noch lange mit dem Baby sprechen. Zuvor hatte er jedoch den Taktstock an seine 46-jährige Nachfolgerin Sabine Angela Lauer abgegeben, die schon einmal mit der Wiederholung des ersten Satzes der Haydn-Sinfonie Nr. 27 eine Kostprobe ihres Könnens abgab und zeigte, dass sie eine würdige Nachfolgerin von Horst Conrad werden wird.

Dann wird sie auch Horst Conrad dirigieren, denn er tritt ins zweite Glied zurück und bereichert als Bratschist das Gehrdener Kammerorchester.

"Ich fühle mich sehr geehrt, die Nachfolge von Horst Conrad antreten zu dürfen", betonte die neue Dirigentin im DLZ-Gespräch.


 

Schaumburger Nachrichten, 18. 2.2004

An Mozart kann man alles hören

Gehrdener Kammerorchester spielt in der Hagenburger Nicolai-Kirche

Die Zeit zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot am Sonntagnachmittag scheint immer mehr geeignet zu sein, ein Konzert einzuschieben. So war es die Kirchengemeinde Altenhagen-Hagenburg, die nur wenige Wochen nach dem Neujahrskonzert der Stadthäger Ratsband in ihre neugotische Nicolai-Kirche zum Vortrag des Gehrdener Kammerorchesters eingeladen hatte. Damit bereitete sie den zahlreichen Zuhörern aus nah und fern erfüllte eineinhalb Stunden Musik.

Kleine Programmumstellungen mögen wohl auf "innerbetriebliche" Gründe zurückzuführen sein - jedenfalls intonierte das Kammerorchester zu Anfang Wolf gang Amadeus Mozarts Maurische Trauermusik, dessen unverblasste Schönheit und künstlerische Vollkommenheit sich weit heraushebt aus der Flut der damaligen Tagesproduktion. In dem gedämpften Licht des fast mystisch anmutenden Gotteshauses erfuhr dieses Adagio eine besondere Weihe.

An Mozart kann man alles hören. So sagt man es unter Musikern und meint damit nicht die Qualität der Komposition, sondern die Aufführung. Gerade dessen scheinbar schlichten Stücke sind musikalische Herausforderungen und verlangen ein Maß an technischer Genauigkeit; eine Ausflucht in blendende Virtuosität gibt es nicht. Jede kleine Ungenauigkeit wird vor den Ohren der Hörer bloßgestellt. Der heitere Götterliebling ist ein gnadenloser Prüfer. Und wenige mittelmäßige Musiker können die Leistung vieler schnell schmälern.

So hatte der Dirigent Horst Konrad offensichtlich nicht nur begeisternde, sondern auch präzise Arbeit geleistet. Das sich anschließende Adagio c-Moll für Orgel und Streichorchester von Tomaso Albinoni lebt von lang ausgehaltenen Tönen, die nicht ohne Leidenschaft ein Wechselspiel zwischen Konzertmeister und der Organistin Eve Kubisch ermöglichten. Joseph Haydns Konzert C-Dur für Violoncello und Orchester ist ein wahrer Leckerbissen für ambitionierte Cellisten. Mit der jungen Sabine Angela Lauer aus Hannover konnte eine vielversprechende Solistin gewonnen werden; anfänglich etwas tastend, fand sie rasch zum heiteren, lyrischen Ton, der sich nicht selten in oberen Lagen bewegte und ihre technischen wie stilsicheren Möglichkeiten zeigte. Das klassikgewohnte Publikum war beeindruckt und dankte mit herzlichem Applaus.

In Edward Elgars Serenade op. 20 für Streichorchester konnte das Ensemble noch einmal in seligen Streicherklängen schwelgen, wobei dem "con Sordino" noch eine besondere Note zukam.

Es mag wohl doch die Intention des Dirigenten gewesen sein, Georg Friedrich Händels Ouvertüre aus dem Oratorium "Theodore" an den Schluss des Konzerts zu stellen. Noch einmal waren kammermusikalische Intimität und Transparenz statt groß auftrumpfender Gesten zu hören. Klangschönes Musizieren gehört unbedingt zum Charakterbild des Ensembles. Unter diesem Eindruck trat eine dankbare Hörergemeinde ihren Heimwegen. REINHARD PLATE


 

 



 

 

 

Stand  15.07.2015